Womit müssen Sie rechnen?
Kurzantwort: Eine barrierefreie Website kostet für eine einfache Unternehmensseite rund 3.000 bis 6.200 €, für eine KMU-Website mit 20 bis 50 Seiten rund 5.500 bis 23.000 € und für einen Online-Shop rund 9.500 bis 38.000 €, jeweils Audit und Umsetzung zusammen. Wo Ihr Projekt in der Spanne landet, entscheidet weniger die Seitenzahl als die Zahl unterschiedlicher Seitentypen, interaktiver Komponenten und Drittsysteme.
Auf einen Blick:
- Audit: 490–8.000 €, je nach Seitenanzahl und Tiefe.
- Umsetzung: 2.500–15.000 € (KMU-Website) bzw. 8.000–30.000 € (Online-Shop).
- Förderung: go-digital eingestellt. Bester Weg: BAFA-Beratungsförderung (bis 1.750 € bzw. 2.800 €, nur für Beratung) + steuerliche Absetzbarkeit.
- Relaunch geplant? Barrierefreiheit direkt einbauen ist in der Regel günstiger als spätere Nachrüstung.
- Pragmatischer Einstieg: Audit + kritische Fixes zuerst (2.000–5.000 €), Rest über 6–12 Monate. → Zum Kostenrechner
- Alle Marktpreise auf einer Seite: Preisübersicht Barrierefreiheit mit Spannen je Leistung.
- Unklar, welche Leistung Sie brauchen? Der Leistungs-Ratgeber führt in drei Fragen dorthin.
Kostenrechner
2 Fragen – Kostenrahmen in 30 Sekunden
Was kostet ein Audit?
Bevor Sie Geld in Anpassungen stecken, brauchen Sie eine Bestandsaufnahme. Ein Audit zeigt, wo Ihre Website steht und was konkret zu tun ist.
| Audit-Typ | Preisspanne | Was Sie bekommen |
|---|---|---|
| Automatisierter Quick-Scan | 0–200 € | Tool-Analyse (WAVE, axe), findet je nach Studie 17–57 % der Barrieren |
| Experten-Kurzanalyse | 490–1.200 € | Manuelle Prüfung der wichtigsten Seiten, priorisierte Mängelliste |
| Vollständiges WCAG-Audit | 1.500–8.000 € | Alle Seitentypen, detaillierter Bericht mit Handlungsempfehlungen |
Pro Seite rechnen Sie mit 100–200 €. Interaktive Elemente wie Formulare oder Filterfunktionen sind aufwendiger: 200–320 € pro Element.
Unsere Empfehlung: Starten Sie nicht mit dem vollständigen Audit. Für die meisten KMU reicht eine Experten-Kurzanalyse (490–1.200 €) als Einstieg.
Die zeigt Ihnen die kritischsten Barrieren und ob ein umfassendes Audit überhaupt nötig ist.
Was gehört in einen Audit-Bericht?
Ein Audit ist sein Geld wert, wenn Ihr Team oder Ihre Agentur danach ohne Rückfragen loslegen kann. Das setzt vier Dinge voraus.
Prüfgrundlage und Umfang: Der Bericht nennt den Standard (in der Regel WCAG 2.1 Stufe AA bzw. EN 301 549) und listet jede geprüfte Ansicht einzeln auf. Ohne diese Liste wissen Sie nicht, wofür Sie bezahlt haben.
Manuelle Prüfung: Getestet wird mit Tastatur und Screenreader, nicht nur mit einem Tool. Automatische Scans finden nur einen Teil der Barrieren.
Befunde mit Fundstelle: Jeder Mangel ist dem betroffenen WCAG-Kriterium zugeordnet, mit Seite, Element und Screenshot oder Codeausschnitt.
Priorisierung und Empfehlung: Die Befunde sind nach Schwere sortiert und haben eine konkrete Lösung. Das ist die Grundlage für den stufenweisen Einstieg weiter unten.
Die belegten Kennzahlen zu Betroffenen und Marktstand stehen gesammelt unter Barrierefreiheit in Zahlen. Wie verbreitet bereits automatisiert erkennbare Fehler sind, dokumentiert der BFSG-Index 2026 anhand von 184 technisch erfolgreich untersuchten Startseiten aus dem DACH-E-Commerce. Das unterstreicht den Nutzen einer Bestandsaufnahme, ersetzt aber keine individuelle Aufwandsschätzung.
Ein rein automatisierter Test reicht dagegen nicht. Tools erkennen zum Beispiel nicht, ob ein Bild einen sinnvollen Alternativtext hat. Details zur rechtlichen Einordnung unter BFSG-Pflicht: Bin ich betroffen?.
Was verlangen andere Anbieter konkret?
Preisspannen helfen bei der Budgetplanung, beantworten aber nicht die Frage, die vor der Beauftragung steht: Ist das Angebot, das mir vorliegt, marktüblich? Deshalb hier veröffentlichte Preise namentlich genannter Anbieter. Alle Angaben am 12.09.2026 auf den Seiten der Anbieter abgerufen, alle netto.
| Anbieter | Preismodell | Veröffentlichter Preis |
|---|---|---|
| musnuss.de | je Seite | Startseite 190 €, jede weitere Seite +35 €, PDF-Seite +10 €, Re-Audit +20 € je Seite |
| seraweb.de | Festpreis ab | Website-Check 79 €, Audit mit Bericht ab 599 €; 50 % werden bei Beauftragung der Umsetzung angerechnet |
| e3n.de | Festpreis | 1.990 € für das Audit eines Onlineshops |
| tollwerk.de | je Seite, nach Komplexität | Seitengrundpreis 400 €; Tabelle weist 420 € (einfache Seite), 630 € (dynamische Inhalte), 840 € (komplexe Seite) aus, inkl. WCAG 2.2 bis 900 €; dazu Testmanagement und Rüstkosten |
Der wichtigste Unterschied steht in der mittleren Spalte, nicht in der rechten. Ein Seitenpreis und ein Festpreis sind nicht vergleichbar. Bei tollwerk prüft ein typischer BIK-Test 5 bis 10 Ansichten – der Einstiegspreis je Seite sagt also wenig über die Gesamtsumme. Ein Festpreis wie bei e3n deckt dagegen einen definierten Umfang ab.
Fragen Sie deshalb immer nach der Zahl der geprüften Ansichten. Zwei Angebote über „ein Audit” können sich um den Faktor fünf unterscheiden, ohne dass eines davon zu teuer wäre.
Ein Fund am Rande, der zur Vorsicht mahnt: Für den vielzitierten Korridor „750 bis 2.500 € für ein Vorab-Audit” ließ sich keine Anbieterkalkulation finden. Die Zahl stammt aus einem Blogbeitrag, der dort ausdrücklich eine Schätzung von ChatGPT und Gemini wiedergibt. Sie ist also kein Marktpreis, sondern eine Modellschätzung, die als Marktpreis weiterzitiert wird.
Wenn ein Angebot deutlich unter diesen Werten liegt: Lassen Sie sich zeigen, wie viele Seiten manuell geprüft werden und ob mit Hilfsmitteln getestet wird. Unter etwa 200 € pro Seite ist eine vollständige manuelle Prüfung rechnerisch schwer darstellbar.
Einer der genannten Anbieter, tollwerk, ist in unserem Verzeichnis gelistet. Das ändert nichts an der Darstellung: Wir geben seine veröffentlichten Preise wieder wie die der übrigen auch.
Woran erkennen Sie einen seriösen Kostenvoranschlag?
Zwei Angebote lassen sich nur vergleichen, wenn sie dasselbe beschreiben. Prüfen Sie jeden Kostenvoranschlag auf diese Punkte, bevor Sie auf den Preis schauen.
Zahl der Ansichten: Wie viele Seiten oder Seitentypen werden geprüft? Das ist der größte Preistreiber und fehlt in vielen Angeboten.
Prüfgrundlage: Nennt das Angebot WCAG 2.1 AA oder EN 301 549 ausdrücklich? Formulierungen wie „barrierefrei optimiert” sind nicht prüfbar.
Wer behebt die Mängel? Manche Angebote umfassen nur das Audit, andere auch die Umsetzung. Klären Sie, ob Ihr eigenes Team oder die Agentur die Befunde abarbeitet.
Nachtest: Ist eine zweite Prüfung nach der Umsetzung enthalten? Ohne sie wissen Sie nicht, ob die Behebung funktioniert hat.
Ausschlüsse: PDFs, Cookie-Banner, Zahlungsanbieter und andere Drittsysteme werden oft stillschweigend ausgeklammert. Lassen Sie sich das schriftlich bestätigen.
Wenn ein Angebot keine Zahl an Ansichten nennt: Fragen Sie nach, bevor Sie vergleichen. Ein niedriger Preis kann schlicht einen kleineren Umfang bedeuten.
Wenn die Umsetzung nach Aufwand abgerechnet wird: Vereinbaren Sie einen Kostendeckel je Phase. Das schützt Sie vor offenen Enden, ohne die Agentur zu einem überhöhten Festpreis zu zwingen.
Was kostet die Umsetzung?
Die Kosten hängen vom Ausgangszustand Ihrer Website ab.
| Website-Typ | Preisspanne | Typische Maßnahmen |
|---|---|---|
| Einfache Unternehmensseite (bis 15 Seiten) | 2.500–5.000 € | Kontraste, Alt-Texte, Tastaturnavigation, Formulare |
| KMU-Website (20–50 Seiten) | 5.000–15.000 € | Navigation, Seitenstruktur, PDF-Dokumente |
| Online-Shop (WooCommerce, Shopify) | 8.000–30.000 € | Checkout, Produktfilter, Warenkorb, Zahlungsformulare |
| Komplexe Webanwendung | 15.000–50.000 € | Custom-Komponenten, Dashboards, interaktive Elemente |
Welcher Weg passt zu Ihrer Situation?
Wenn ein Relaunch ansteht: Bauen Sie Barrierefreiheit direkt ein. Der Aufpreis gegenüber einem Standard-Relaunch ist in der Regel deutlich geringer als eine spätere Nachrüstung.
Wenn Ihre Website auf WordPress läuft: Sie profitieren von barrierefreien Themes und den passenden Plugins. Das kann die Kosten gegenüber einer Individualentwicklung senken, Details im Ratgeber WordPress und BFSG.
Wenn Sie einen Online-Shop betreiben: Rechnen Sie mit dem oberen Ende der Spanne. Checkout-Prozesse und Produktfilter sind die aufwendigsten Elemente.
Shopify-Accessibility-Apps helfen bei Einzelthemen, ersetzen aber keine strukturelle Anpassung.
Wenn Sie viele PDFs veröffentlichen: Planen Sie die Dokumente als eigenen Posten ein. Die Sanierung bestehender PDFs liegt bei etwa 5–30 € pro Seite, je nach Layout und Tabellenanteil. Günstiger ist es, künftige Dokumente gleich barrierefrei zu erstellen. Anbieter finden Sie unter PDF-Barrierefreiheit.
Wenn das Budget knapp ist: Stufenweise vorgehen. Phase 1 (Audit + kritische Fixes, 2.000–5.000 €) bringt den größten Hebel. Den Rest verteilen Sie über 6–12 Monate.
Was kostet alles zusammen?
| Website-Typ | Audit | Umsetzung | Zusammen |
|---|---|---|---|
| Einfache Unternehmensseite | 490–1.200 € | 2.500–5.000 € | ca. 3.000–6.200 € |
| KMU-Website (20–50 Seiten) | 490–8.000 € | 5.000–15.000 € | ca. 5.500–23.000 € |
| Online-Shop | 1.500–8.000 € | 8.000–30.000 € | ca. 9.500–38.000 € |
Für die einfache Unternehmensseite ist die Experten-Kurzanalyse angesetzt, für den Shop das vollständige Audit, weil Checkout und Filter ohne Tiefenprüfung kaum sauber zu beheben sind. Ein Nachtest nach der Umsetzung ist nicht immer im Preis enthalten. Fragen Sie ausdrücklich danach.
Vor dem ersten bezahlten Audit: Unser kostenloser KI-Check zeigt Ihnen in 2 Minuten, welche Probleme Ihre Website hat, bevor Sie 490 € für einen Quick-Scan ausgeben. So wissen Sie vorab, ob ein vollständiges Audit für Sie sinnvoll ist oder ob ein Quick-Scan reicht.
Gibt es Förderung?
Ehrliche Antwort: weniger als die meisten Quellen behaupten.
Das bekannteste Programm (go-digital, 50 % Zuschuss, max. 16.500 €) wurde Ende 2024 eingestellt. Es gibt kein Nachfolgeprogramm. Was es gibt:
BAFA-Beratungsförderung (bundesweit, Anträge bis Ende 2026). Gefördert werden Beratungen zur Unternehmensführung. Barrierefreiheit ist kein eigens gelistetes Beratungsthema, und Beratungen, die überwiegend Gutachten oder Rechtsfragen zum Inhalt haben, sind ausgeschlossen. Ein reines Prüfgutachten ist deshalb kaum förderfähig.
Sie erhalten 50 % Zuschuss (alte Bundesländer) bzw. 80 % Zuschuss (neue Bundesländer) auf höchstens 3.500 € Beratungskosten, also maximal 1.750 € bzw. 2.800 € pro Beratung. Die Beratung muss über einen BAFA-registrierten Berater laufen. Details unter BFSG-Förderung.
Digitalbonus Bayern (Laufzeit bis Ende 2027). Bis zu 7.500 € (bis 50 % der Ausgaben, ab 4.000 € Ausgaben). Vorsicht: Die Förderung schließt Standard-Webseiten ohne tiefe Einbindung in betriebliche Abläufe und Maßnahmen, denen eine gesetzliche Verpflichtung zugrunde liegt, ausdrücklich aus.
NRW: Mittelstand Innovativ & Digital (MID-Digitalisierung). Bis zu 15.000 € Zuschuss (50 %). Seit dem 1. Januar 2026 aber nur für digitale Produkte mit KI, maschinellem Lernen oder vergleichbaren Technologien; eine Website-Überarbeitung passt in der Regel nicht.
Steuerliche Absetzbarkeit: der universellste Hebel. Betrieblich veranlasste BFSG-Kosten mindern den Gewinn, direkt als Betriebsausgabe oder über die Abschreibung. Für Betriebs- und Anwendersoftware darf seit 2021 eine Nutzungsdauer von einem Jahr angesetzt werden; ob eine Website darunter fällt, klären Sie mit Ihrer Steuerberatung.
Bei einem Gesamtsteuersatz von 30 % reduziert sich eine Investition von 10.000 € effektiv auf ca. 7.000 €.
Wie hoch ist das Risiko, wenn ich abwarte?
Zur Einordnung: Das BFSG gilt seit Juni 2025. Die Durchsetzung läuft über zwei Kanäle.
Behördliche Kontrolle: Die Marktüberwachungsstelle der Länder (MLBF) in Magdeburg ist seit September 2025 tätig. Bußgelder reichen bis 100.000 €.
Ein verhängtes Bußgeld hat die MLBF bis zum 25. September 2026 nicht bekanntgegeben. Das heißt nicht, dass nichts passiert: Nach eigenen Angaben vom Juni 2026 bearbeitet die Behörde fast 700 eingegangene Meldungen. Seit Ende Januar 2026 prüft sie außerdem nach beschlossenen Marktüberwachungsstrategien. Ein Verfahren beginnt mit einer Frist zur Nachbesserung, das Bußgeld ist die letzte Stufe. Der Ablauf steht unter BFSG-Durchsetzung.
Private Abmahnungen: Seit Sommer 2025 berichten Fachkanzleien über Abmahnungen wegen fehlender Barrierefreiheit, vor allem gegen Online-Shops. Belastbare Beträge nennen wir nicht, weil es dafür keine überprüfbare Primärquelle gibt. Ob solche Abmahnungen rechtmäßig sind, ist ungeklärt. Mehr unter BFSG-Abmahnung: Was tun?.
Unabhängig vom Risiko: In Deutschland lebten laut Mikrozensus 2021 rund 10,3 Millionen Menschen mit amtlich anerkannter Behinderung. Gut 7,8 Millionen Menschen gelten nach der Schwerbehindertenstatistik zum Jahresende 2025 als schwerbehindert, 9,4 % der Bevölkerung. Eine barrierefreie Website erschließt diese Zielgruppe und verbessert die Nutzererfahrung für alle.
Drei Hebel, um die Kosten zu senken
Priorisieren. Starten Sie mit den Seiten mit dem meisten Traffic: Startseite, Produktübersicht, Checkout, Kontaktformular. Das bringt den größten Effekt pro Euro.
Schulen statt nur beauftragen. Lassen Sie sich vom Dienstleister auch schulen. Alt-Texte, Überschriftenstruktur, barrierefreie PDFs: Das kann Ihr Team selbst übernehmen.
Das spart bei jedem neuen Content.
Laufende Kosten einplanen. Barrierefreiheit ist kein einmaliges Projekt. Rechnen Sie mit 700–2.500 € pro Jahr für Re-Audits und Nachbesserungen.
Häufige Fragen
Was kostet eine barrierefreie Homepage für ein kleines Unternehmen?
Für eine einfache Unternehmensseite mit bis zu 15 Seiten rechnen Sie mit rund 3.000 bis 6.200 € für Kurzanalyse und Umsetzung. Steht ohnehin ein Relaunch an, ist der Aufpreis für Barrierefreiheit in der Regel geringer als eine spätere Nachrüstung.
Was kostet es, eine bestehende Website barrierefrei zu machen?
Nachrüsten ist teurer als Neubauen. Für eine KMU-Website liegt die Nachrüstung bei 5.000–15.000 € plus Audit. Mit einer Kurzanalyse und den kritischen Fixes zuerst beginnen Sie bei etwa 2.000–5.000 €.
Reicht ein Accessibility-Overlay oder Widget?
Nein. Tools wie AccessiBe oder UserWay können Schriftgröße oder Kontrast anpassen.
Aber fehlende Alternativtexte, nicht-navigierbare Formulare oder falsche Seitenstruktur beheben sie nicht. Die Überwachungsstellen des Bundes und der Länder halten fest, dass ein Overlay eine nicht barrierefreie Website nicht barrierefrei macht. Ihre Einschätzung gilt öffentlichen Stellen, die technische Begründung aber genauso für das BFSG. Mehr unter Overlay-Tools.
Gibt es eine Ausnahme für kleine Unternehmen?
Nur für Kleinstunternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten und höchstens 2 Mio. € Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme, und nur bei Dienstleistungen.
Ein Online-Shop gilt als Dienstleistung im elektronischen Geschäftsverkehr; die Kleinstunternehmen-Ausnahme kann deshalb für den Shop gelten. Pflichten für vom BFSG erfasste Produkte sind davon getrennt zu beurteilen.
Wie finde ich eine seriöse Agentur?
Drei Kriterien: Referenzprojekte mit manuellen WCAG-Prüfungen, keine Abhängigkeit von Overlay-Tools, und ein konkretes Angebot mit definiertem Leistungsumfang.
Im Verzeichnis der Barrierefreiheits-Agenturen können Sie Anbieter nach Region und Leistung vergleichen.
Quellen und Stand
Stand: 25. September 2026. Die Anbieterpreise im Marktvergleich wurden am 12. September 2026 auf den jeweiligen Anbieterseiten abgerufen.
- BAFA: Förderung von Unternehmensberatungen für KMU: offizielle Fördervoraussetzungen, Antragstellung und Laufzeit der Richtlinie.
- GOV.UK Accessibility Blog: Test von zehn automatischen Prüfwerkzeugen: Studie von 2017, je Werkzeug 17 bis 41 % von 143 eingebauten Barrieren gefunden. Abgerufen am 25.09.2026.
- Deque: Automated Accessibility Testing Coverage: Herstellerstudie von 2021, 57,38 % der Befunde aus über 2.000 Erst-Audits automatisiert gefunden. Abgerufen am 25.09.2026.
- BIK: Beschreibung des Prüfverfahrens: Umfang, Seitenauswahl und Qualitätssicherung eines vollständigen BITV-/WCAG-Tests.
- MLBF: Aktuelles: Mitteilungen der Marktüberwachungsstelle, darunter die Pressemitteilung vom 01.06.2026 mit dem Stand der Meldungen. Abgerufen am 25.09.2026, ohne Mitteilung zu verhängten Bußgeldern.
- W3C: Web Content Accessibility Guidelines 2.2: technische Grundlage für die in Audit und Umsetzung geprüften Kriterien.
- BAFA: Förderrichtlinie Unternehmensberatungen für KMU, Fassung vom 12.12.2024: Nr. 2.2 (Ausschluss überwiegend gutachterlicher oder rechtlicher Beratung), Nr. 5.2 (höchstens 3.500 € Kosten, 50 % bzw. 80 %, max. 1.750 € bzw. 2.800 €), Nr. 8 (Anträge bis 31.12.2026). Abgerufen am 25.09.2026.
- BMWE: Richtlinie zum Förderprogramm „go-digital”: bis 50 % auf höchstens 30 Beratertage zu 1.100 € (16.500 €), Geltungsdauer bis 31.12.2024. Abgerufen am 25.09.2026.
- Digitalbonus.Bayern: Förderprogramm: Laufzeit bis 31.12.2027, Standard bis 7.500 € bei bis zu 50 %, Ausschluss von Standard-Webseiten und gesetzlich verpflichtenden Maßnahmen. Abgerufen am 25.09.2026.
- NRW.BANK: Mittelstand Innovativ & Digital (MID) – Digitalisierung: 50 %, max. 15.000 €, seit 01.01.2026 nur für digitale Produkte mit KI, ML, Data-Mining, Echtzeitverarbeitung oder AR/VR. Abgerufen am 25.09.2026.
- BMF-Schreiben vom 22.02.2022: Nutzungsdauer von Computerhardware und Software: einjährige Nutzungsdauer für Betriebs- und Anwendersoftware ab Wirtschaftsjahren, die nach dem 31.12.2020 enden. Abgerufen am 25.09.2026.
- Destatis: Mikrozensus – Lebenslagen der behinderten Menschen, Endergebnisse 2021: Tabelle 12211-01, 10,326 Millionen behinderte Menschen in Hauptwohnsitzhaushalten. Abgerufen am 25.09.2026.
- Destatis: Pressemitteilung Nr. 246 vom 13. Juli 2026: gut 7,8 Millionen schwerbehinderte Menschen zum Jahresende 2025, 9,4 % der Bevölkerung. Abgerufen am 25.09.2026.
- BFSG § 2 Nr. 17 und § 3 Abs. 3: Definition Kleinstunternehmen (unter 10 Beschäftigte, höchstens 2 Mio. € Umsatz oder Bilanzsumme) und Ausnahme für Dienstleistungen. Abgerufen am 25.09.2026.
- Anbieterpreise im Marktvergleich, abgerufen am 12.09.2026: musnuss.de, seraweb.de, e3n.de, tollwerk.de.
Die Preisangaben sind Spannen und keine Angebote. Maßgeblich sind der konkrete Prüfgegenstand und ein individuelles Angebot; Förderfähigkeit und steuerliche Behandlung müssen vor Beauftragung geprüft werden.