Glossar
WCAG (Web Content Accessibility Guidelines)
Die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) sind der international maßgebliche Standard für barrierefreie Webinhalte, herausgegeben vom World Wide Web Consortium (W3C). Sie sind nach vier Prinzipien aufgebaut: Inhalte müssen wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust sein. Diesen Prinzipien sind Richtlinien und prüfbare Erfolgskriterien zugeordnet, die in drei Konformitätsstufen eingeteilt sind: A (Basis), AA (Standard) und AAA (höchste Stufe). Rechtlich relevant – auch für das BFSG und die BITV – ist die Stufe AA. Die derzeit rechtlich verankerte Version ist WCAG 2.1 (2018); die Weiterentwicklung WCAG 2.2 (2023) ergänzt neun weitere Kriterien, etwa zu Fokus-Sichtbarkeit und Zielgrößen, und gilt zunehmend als Zielbild. Die WCAG selbst sind kein Gesetz, werden aber über die Norm EN 301 549 in europäisches und nationales Recht eingebunden. In der Praxis ist „WCAG 2.1 AA“ der Maßstab, an dem jedes Audit und die BFSG-Konformität einer Website gemessen werden.
Praxis-Tipp: „WCAG 2.1 AA“ ist der Maßstab, an dem Audits und die BFSG-Konformität gemessen werden.